Rohbau & Innenausbau

Was ist eine Versickerungsmulde?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Definition

Eine Versickerungsmulde ist eine bepflanzte Geländevertiefung, die Regenwasser oberirdisch zwischenspeichert und über eine geeignete Bodenzone versickern lässt.

Einfache Erklärung

Die Mulde ist ein geplantes Entwässerungselement und keine beliebige Senke im Garten. Zufluss, vorübergehender Einstau, Bodenpassage und Überlastweg müssen aufeinander abgestimmt sein. Die belebte Bodenzone kann Stoffe zurückhalten; wie gut das gelingt, hängt von Wasserbelastung und Aufbau ab. Unterboden, Grundwasser und angeschlossene Flächen begrenzen die Eignung. Ein stark verdichteter Untergrund lässt sich nicht allein mit einer bepflanzten Oberfläche ausgleichen. Vegetation und Zuläufe sollen erhalten und kontrolliert werden. Bei einer Kombination mit einer Rigole sind beide Speicher- und Abgabefunktionen zu koordinieren. Die erforderliche Fläche und Höhe des Einstaus sind objektspezifisch zu planen; allgemeine Prozentwerte ersetzen keinen Nachweis. Wege, Türen, Kellerabgänge und Nachbarflächen gehören in die Höhenplanung.

Beispiel aus der Praxis

Eine Terrasse soll in eine begrünte Mulde entwässern. Die Planung legt Zulauf, nutzbare Fläche und Überlastweg fest und prüft den Boden, bevor der Belag eingebaut wird.

Typische Fehler

Eine tiefe Gartenmulde ohne Bodennachweis als Entwässerung verwenden. Die Mulde später auffüllen oder verdichten. Behandlungswirkung für jeden Schadstoff voraussetzen.

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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