Zisterne vs. Rigole
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Eine Zisterne speichert Regenwasser zur Nutzung oder gedrosselten Abgabe. Eine Rigole speichert es temporär und versickert es in geeigneten Boden. Häufig werden beide kombiniert.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Zisterne | Rigole |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Speichern/Nutzen | Versickern |
| Boden | für Überlauf relevant | Durchlässigkeit zentral |
| Betrieb | Filter/Pumpe | Vorreinigung/Inspektion |
| Überlast | Überlauf nötig | Notüberlauf nötig |
| Wasserersparnis | möglich | nein |
| Kanalentlastung | nur mit Rückhalt | bei Eignung |
| Grundwasser | Auftrieb beachten | Abstand beachten |
| Kombination | Überlauf zur Rigole | nach Zisterne |
Zisterne
Vorteile
- Regenwasser nutzbar
- Trinkwasserbedarf reduzierbar
- Definiertes Speichervolumen
- Pumpe und Füllstand messbar
- Mit Rückhaltung kombinierbar
Nachteile
- Bei Vollfüllung kein zusätzlicher Rückhalt
- Pumpe und Filter warten
- Überlauf zwingend
- Erdarbeiten und Auftrieb
- Hausnutzung mit getrennten Leitungen
Rigole
Vorteile
- Dezentrale Versickerung
- Kanalabfluss reduzierbar
- Unsichtbar unterirdisch
- Kein Nutzungsnetz nötig
- Mit Mulde kombinierbar
Nachteile
- Geeigneter Boden nötig
- Nicht für belastetes Wasser ohne Behandlung
- Verschlämmung möglich
- Wartung begrenzt zugänglich
- Grundwasserabstand und Fläche
Fazit
Eine Zisterne passt zur Nutzung, eine Rigole zur Versickerung. Wer beides will, kombiniert Speicher und nachgeschaltete Versickerung – dimensioniert nach Regen, Bedarf, Boden und sicherem Überlauf.