Rohbau & Innenausbau

Was ist die Versickerungsfähigkeit?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Definition

Versickerungsfähigkeit beschreibt, ob und unter welchen Bedingungen Wasser in einen Boden eindringen und weitergeleitet werden kann. Sie muss am geplanten Standort bewertet werden.

Einfache Erklärung

Für die Planung wird häufig die hydraulische Durchlässigkeit mit einem kf-Wert beschrieben. Der Wert hat die Einheit Meter pro Sekunde und ist keine Speichergröße. Bodenart allein reicht als Nachweis nicht aus: Schichtung, Auffüllungen, Verdichtung und die Lage der geplanten Sohle beeinflussen den Wasserweg. Ein oberflächlich versickernder Eimer Wasser belegt keine zuverlässige Bemessung. Untersuchungsmethode, Tiefe und repräsentative Lage müssen zur Planung passen. Grundwasser, Altlasten und Qualität des Zuflusses sind zusätzliche Eignungsfragen und lassen sich nicht aus einem einzigen Durchlässigkeitswert ableiten. Auch ein geeignetes System kann durch Feinstoffe oder beschädigte Zuläufe an Leistung verlieren. Die Entscheidung umfasst daher Untersuchung, Bemessung und späteren Betrieb.

Beispiel aus der Praxis

Für eine Rigole liegen nur allgemeine Bodenkarten vor. Die Planung veranlasst eine standortbezogene Untersuchung an der vorgesehenen Lage und Tiefe, bevor Größe und Wasserweg festgelegt werden.

Typische Fehler

Bodenkarte als alleinige Auslegung nutzen. kf-Wert mit Regenmenge verwechseln. Verdichtung oder spätere Verschlämmung ignorieren.

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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