Was ist eine Gewerkeschnittstelle?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Gewerkeschnittstelle ist der Übergangspunkt zwischen zwei verschiedenen Handwerksgewerken, an dem Verantwortlichkeiten und Leistungen aufeinandertreffen.
Einfache Erklärung
Am Bau arbeiten viele verschiedene Gewerke zusammen: Maurer, Zimmerer, Elektriker, Sanitär, Estrichleger, Fliesenleger usw. An den Schnittstellen zwischen den Gewerken entstehen häufig Probleme: Wer ist für die Abdichtung am Fenster verantwortlich – der Fensterbauer oder der Putzer? Wer prüft den Untergrund – der Estrichleger oder der Bodenleger? Ein guter Bauleiter koordiniert die Schnittstellen und dokumentiert die Verantwortlichkeiten.
Beispiel aus der Praxis
Die Fliesen im Bad lösen sich nach einem Jahr. Der Fliesenleger sagt: Der Estrich war mangelhaft. Der Estrichleger sagt: Der Fliesenleger hat nicht richtig verklebt. Ohne klare Schnittstellendokumentation ist die Verantwortung unklar. Ein Sachverständiger muss die Ursache klären.
Typische Fehler
Schnittstellen nicht klar definieren. Keine Zustandsprüfung bei Gewerkeübergabe. Bauleiter-Funktion vernachlässigen. Mündliche statt schriftliche Abstimmung.
Häufige Fragen
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