Was ist ein BGB-Bauvertrag?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein BGB-Bauvertrag ist ein Werkvertrag nach den Regelungen des Buergerlichen Gesetzbuches, der seit 2018 spezielle Schutzvorschriften fuer Verbraucher-Bauvertraege enthaelt.
Einfache Erklärung
Seit 2018 gibt es im BGB ein eigenstaendiges Bauvertragsrecht. Fuer Verbraucher-Bauvertraege gelten besondere Regeln: Baubeschreibungspflicht, 14-taegiges Widerrufsrecht, Abschlagszahlungslimit von 90 % der Gesamtverguetung, Herausgabepflicht fuer Planungsunterlagen und 5 Jahre Gewährleistung. Diese Regeln koennen nicht zum Nachteil des Verbrauchers geaendert werden.
Beispiel aus der Praxis
Familie Klein schliesst einen BGB-Bauvertrag mit einem Bautraeger. Sie erhalten eine detaillierte Baubeschreibung, koennen 14 Tage widerrufen, und der Bautraeger darf maximal 90 % der Summe als Abschlagszahlungen fordern. 10 % bleiben als Sicherheit bis zur Abnahme.
Typische Fehler
Die Schutzvorschriften des BGB werden durch AGB-Klauseln umgangen. Solche Klauseln sind unwirksam, aber Bauherren bemerken dies oft nicht ohne anwaltliche Pruefung.
Kosten
Die anwaltliche Pruefung eines Bauvertrags kostet 300-800 Euro und ist bei Vertragssummen ab 200.000 Euro dringend empfohlen.
Häufige Fragen
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