Was ist ein Werkvertrag im Bau?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Ein Werkvertrag im Bau verpflichtet den Auftragnehmer zur Herstellung eines Bauwerks (oder Teils davon) und den Auftraggeber zur Zahlung der vereinbarten Verguetung.
Einfache Erklärung
Bauvertraege sind Werkvertraege nach BGB (Paragraph 631 ff.) oder unter Einbeziehung der VOB/B. Der Auftragnehmer schuldet einen Erfolg (das fertige Bauwerk), nicht nur eine Taetigkeit. Der Bauherr kann Maengel ruegen und hat Gewährleistungsansprueche. Seit 2018 gibt es im BGB ein spezielles Bauvertragsrecht (Paragraph 650a-650v) mit besonderen Regelungen fuer Verbrauchervertraege.
Beispiel aus der Praxis
Herr Schmidt schliesst mit einem Rohbauunternehmen einen Werkvertrag nach BGB ueber den Rohbau seines Einfamilienhauses fuer 145.000 Euro. Der Vertrag regelt: Leistungsumfang laut Leistungsverzeichnis, Fertigstellungstermin, Abschlagszahlungen und 5 Jahre Gewährleistung.
Typische Fehler
Muendliche Absprachen statt schriftlichem Vertrag. Auch das Unterschreiben eines Vertrags ohne Pruefung der Baubeschreibung und der AGB (insbesondere Zahlungsplan und Gewährleistung) ist riskant.
Kosten
Die Vertragspruefung durch einen Anwalt kostet 300-800 Euro - eine sinnvolle Investition bei Vertragssummen von mehreren hunderttausend Euro.
Häufige Fragen
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