Enthalpie- oder normaler Wärmetauscher bei der Wohnungslüftung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Ein Enthalpietauscher überträgt zusätzlich zur Wärme auch Feuchte, während ein sensibler Tauscher diese Funktion nicht entsprechend bereitstellt. Beide werden im vollständigen Gerät am selben vorgesehenen Betrieb bewertet. Feuchterückgewinnung ist keine aktive Entfeuchtung oder Kühlleistungszusage.

Vergleichstabelle

KriteriumWS320KB mit sensiblem TauscherWS320KBET mit Enthalpietauscher
ÜbertragungWS320KB: sensible WärmerückgewinnungWS320KBET: zusätzliche Feuchterückgewinnung
AnschlussBeim benannten Nicht-ET-Gerät geeigneter KondensatablaufBeim benannten ET-Gerät laut Hersteller kein Kondensatanschluss
BewertungGleicher Netz- und Raumbedarf mit konkreter FrostschutzlogikDerselbe Bedarf mit eigener Feuchte-/Frostschutzbewertung

WS320KB mit sensiblem Tauscher

Vorteile

  • Bietet die konkret vorgesehene sensible Wärmerückgewinnung.
  • Kann anhand derselben gemeinsamen Geräteunterlage bewertet werden.

Nachteile

  • Erfordert den geeigneten Kondensatablauf der benannten Ausführung.
  • Bietet nicht dieselbe zusätzliche Feuchterückgewinnung.

WS320KBET mit Enthalpietauscher

Vorteile

  • Überträgt im vorgesehenen Betrieb zusätzlich Feuchte.
  • Benötigt bei dieser ausdrücklich benannten Ausführung keinen Kondensatanschluss.

Nachteile

  • Erfordert eine passende Bewertung des tatsächlichen Feuchteverlaufs.
  • Frostschutz und Reinigung müssen zum konkreten Tauscher passen.

Fazit

Zwei konkret benannte Geräteausführungen vergleichen: Als Vergleich dienen MAICO WS320KB mit sensiblem Tauscher und WS320KBET mit Enthalpietauscher und Vorheizregister. Die aktuelle gemeinsame Installationsanleitung und das Enthalpie-Beiblatt unterscheiden diese Ausführungen ausdrücklich. Bei den genannten ET-Geräten wird kein Kondensatanschluss benötigt, bei den genannten Nicht-ET-Geräten dagegen schon. Diese Eigenschaft ist kein allgemeiner Schluss für alle Enthalpiegeräte. Neben dem Tauscher werden passende Filter, Reinigung, Regelung und tatsächlicher externer Widerstand der Anlage mitbewertet. Denselben geplanten Betrieb und die Feuchtefrage verwenden: Für beide Angebote werden gleiche Raummengen und derselbe zu deckende Netzbedarf angegeben. Die Fachplanung bestätigt den jeweiligen geeigneten Betriebspunkt und beurteilt, wie Raum- und Außenfeuchte zur gewünschten Rückgewinnung passen. Die WS-Anleitung beschreibt unterschiedliche Frostschutzstrategien für sensiblen und Enthalpietauscher. Das zusätzliche Merkmal wird daher nicht isoliert als Jahreswirkungsgrad oder Gesundheitsvorteil bewertet. Die zulässige Reinigung richtet sich jeweils nach den tatsächlichen Herstellerangaben und dem eingesetzten Tauscher. Redaktioneller Vergleichsauftrag: Für dasselbe Haus wird ein fiktiver Planbedarf von 180 m³/h bei einem noch fachlich zu bestätigenden externen Druck angesetzt. Beide konkret benannten WS-Varianten müssen diesen tatsächlichen Bedarf geeignet abdecken. Im Technikraum ist bei der sensiblen Variante zusätzlich der passende Kondensatweg zu lösen; bei der benannten ET-Variante wird stattdessen die dafür vorgesehene Gerätekonfiguration übernommen. Die Auswahl berücksichtigt den untersuchten Feuchteverlauf und den vollständigen Betrieb. Ein erfundener Prozentvorteil oder eine garantierte Winterluftfeuchte wird nicht angesetzt.

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Diese Funktion wird hier nicht behauptet. Feuchteübertragung und eine aktive Entfeuchtungsleistung sind unterschiedliche Aufgaben.

Anschlüsse, Regelung, Betriebspunkt und tatsächliche Anwendung müssen ebenfalls passen.