Ratgeber
Einschiebetüren planen: Pocket und offene Nutzung darstellen
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am
Wenn große Möbelfronten nach dem Öffnen seitlich verschwinden sollen, braucht auch ihre Aufnahme einen Platz im Möbel. Dieser Bereich gehört von Anfang an zur Planung.
Den zu öffnenden Bereich benennen
Beschreiben Sie, ob zum Beispiel eine Arbeitsnische oder ein zusammenhängender Möbelbereich verborgen werden soll. Zeigen Sie, welcher Teil bei Nutzung frei zugänglich sein soll. Es geht um ein Möbelkonzept, nicht um eine Raumabschluss-, Brand- oder Schallschutzfunktion. Die normale Kleiderschrank-Türplanung bleibt für ihre andere Anwendung zuständig.
Das Pocket als eigenen Platzbedarf zeigen lassen
Die REVEGO-Übersicht beschreibt, dass Fronten in einem eigenen schmalen Korpus verschwinden. Lassen Sie diesen Bereich in der tatsächlichen Zeichnung markieren und von den nutzbaren Innenfächern unterscheiden. Aus der sichtbaren Gesamtbreite wird keine freie Stauraumbreite errechnet. Die konkreten Systemmaße bestätigt der planende Betrieb.
Geschlossen, geöffnet und im Gebrauch betrachten
Bitten Sie um verständliche Ansichten beider Zustände und den Bezug zur vorgesehenen Nutzung. Fragen Sie, wie die gewählte Einzel- oder Doppeltüranwendung im Angebot bezeichnet ist. Ein Herstellerbeispiel mit versteckter Kaffeebar bestätigt weder Belüftung noch den Betrieb eines konkreten Geräts hinter geschlossenen Fronten. Diese Fragen bleiben den jeweiligen Geräte- und Planungsunterlagen zugeordnet.
Fiktives Beispiel: Aufnahmefach als Vorratsfach verplant
Ein erfundenes Paar betrachtet nur die geschlossene Ansicht seiner Arbeitsnische und zählt seitlich weiteren Stauraum mit. Der Möbelbetrieb zeigt dort das Pocket für die Fronten. Die Innenansicht wird berichtigt. Der Fall berechnet keine nutzbare Restbreite und gibt keinen Geräteeinbau frei.
Die bestätigte Anwendung im Auftrag erhalten
Bewahren Sie Frontanzahl, Pocketdarstellung und offenen Nutzungsbereich zusammen auf. Ändern sich Innenausstattung oder Geräte, wird die Planung erneut abgeglichen. Die Auswahlhilfe enthält keine Beschlagmontage, Nachstellung oder Umrüstung vorhandener Schränke und verspricht keinen ungehinderten Zugang für jede Person.
Planblatt Pocketmöbel
| Ebene | Darstellen | Klären |
|---|---|---|
| Nutzung | Zu öffnender Möbelbereich | Was soll frei liegen? |
| Fronten | Einzel- oder Doppeltüranwendung | Welche Ausführung? |
| Aufnahmebereich im Plan | Vom Stauraum getrennt? | |
| Offen | Zugriff und Nachbarmöbel | Tatsächliche Nutzung gezeigt? |
| Geräte | Eigene Betriebsanforderungen | Gesondert geprüft? |
Häufige Fragen
Beim beschriebenen Pocketprinzip braucht die Aufnahme einen eigenen dargestellten Bereich.
Das bestätigt dieses Möbelkonzept nicht. Die konkreten Betriebs- und Einbauanforderungen müssen gesondert geklärt werden.
Quellen und redaktioneller Stand
Quellenstand redaktionell abgeglichen am .
- Blum: REVEGO, Einschiebetüren mit Pocket – Gesicherter HTML-Text 15–21, 26–27: nur benanntes Produkt-/Funktionsprinzip. (Stand 2026-10-18)
Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.
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