Ratgeber

Aufstockung: Wetterschutz beim Öffnen des Dachs planen

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Drei Bauzustände in einem Phasenblatt verbinden

Die Zukunft-Bau-Leitlinie behandelt Schutz und Bauablauf beim Entfernen der vorhandenen Wetterhaut. Für die Aufstockung wird daraus ein eigener Abstimmungsauftrag: Bestandsdach wird abgenommen, das zusätzliche Geschoss entsteht, anschließend wird das neue Dach geschlossen. Lassen Sie für jeden Übergang den betroffenen Gebäudebereich, den vorgesehenen Schutzumfang und die zuständigen Planungs- und Ausführungsaufträge festhalten. Das Phasenblatt ersetzt keine technische Schutzplanung.

Geschossmontage und neuen Dachabschluss getrennt übergeben

Klären Sie vor der Vergabe, welches Ereignis jeweils die Schutzverantwortung des einen Auftragnehmers beendet und die des nächsten beginnen lässt. Eine Meldung „Geschoss montiert“ beschreibt noch keinen vollständigen Dachabschluss. Lassen Sie insbesondere offene Anschlussbereiche zwischen dem montierten neuen Geschoss und dem nachfolgenden Dachauftrag zuordnen. Bei einem geänderten Montagezustand muss die vereinbarte Übergabe fachlich neu geprüft werden; eine bloße Terminzeile genügt dafür nicht.

Schutzblatt mit dokumentiertem Übergabestand führen

Vereinbaren Sie, wer den tatsächlichen Bauzustand vor dem Wechsel dokumentiert und eine ungeklärte Schnittstelle an die Bauleitung meldet. Das Blatt sollte die Übergabe des Schutzauftrags ausdrücklich vom späteren Abschluss des gesamten Gewerks unterscheiden. Befestigungen, Windlasten, zulässige Belastungen und nachbaubare Provisorien werden hier nicht festgelegt. Für allgemeine abschnittsweise Dachsanierung bleibt der vorhandene Dachsanierungsratgeber zuständig.

Ausgefülltes Planungsbeispiel

Fiktive Aufstockung: Das Unternehmen für das zusätzliche Geschoss meldet seine Montage als beendet. Der anschließend beauftragte Dachbetrieb kann seine Leistung nach dem vereinbarten Umfang erst an einem noch herzustellenden Anschlussbereich beginnen. Im Phasenblatt wird diese Lücke vorab als eigener Übergabepunkt geführt: Die Bauleitung klärt den fachlich geplanten Schutzumfang und den zugehörigen Auftrag bis zur dokumentierten Übernahme durch den Dachbetrieb. „Geschoss fertig“ beendet diesen Schutzauftrag nicht automatisch.

Arbeitsblatt für den beschriebenen Fall

Redaktionelles Beispiel zur Auftragsklärung; kein technischer Nachweis oder amtliches Formular.
Bauzustand im BeispielDokumentierter ÜbergabepunktOffene Auftragsfrage
Vor Abnahme des AltdachsFreigegebene Baufolge und zugeordneter Schutzauftrag liegen vorWer übernimmt die geöffnete Bestandshülle?
Zusätzliches Geschoss montiertMontagestand und noch offener Dachanschluss festgehaltenWer schützt bis zum Beginn des anschließenden Dachauftrags?
Übernahme durch DachbetriebÜbernommener Bereich und verbleibende Schutzaufgaben dokumentiertWelche Schnittstelle gehört noch zum vorherigen Auftrag?
Neuer WetterhautabschlussTatsächlicher Abschluss und Restpunkte an Bauleitung übergebenWer klärt verbleibende offene Bereiche vor Aufhebung des Provisoriums?

Häufige Fragen

Nicht automatisch. Der tatsächliche Dach- und Anschlusszustand sowie der vereinbarte Umfang der folgenden Leistung müssen zur dokumentierten Übergabe passen.

Ein aufstockungsspezifisches Phasen- und Schnittstellenblatt mit Bauzuständen, Schutzaufträgen und Übergabepunkten. Die ausführungsreife technische Schutzplanung bleibt ein eigener Fachauftrag.

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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