Rohbau & Innenausbau

Was ist Windlast?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Definition

Windlast ist die durch Wind verursachte Beanspruchung einer Konstruktion. Sie wirkt als Druck und Sog; Standort, Höhe, Umgebung und Bauform bestimmen die anzusetzenden Einwirkungen.

Einfache Erklärung

Die Windzone ist nur ein Teil der Bemessungsgrundlagen. Die Geländeumgebung, die Höhe der Anlage und ihre Geometrie beeinflussen die Belastung ebenfalls. Bei Überdachungen kann Wind sowohl auf die Oberseite als auch von unten wirken. Die Kräfte müssen über Dachfüllung, Träger, Stützen und Verbindungen bis in tragfähige Fundamente oder geeignete Hausanschlüsse weitergeleitet werden. Nachträgliche Seitenelemente können die Beanspruchung verändern. Bei Zäunen vergrößert ein geschlossener Sichtschutz die Windangriffsfläche gegenüber einer offenen Konstruktion. Die vom DIBt veröffentlichten Länderzuordnungen sind im Zusammenhang mit den am Standort geltenden Technischen Baubestimmungen anzuwenden.

Beispiel aus der Praxis

Eine offene Pergola soll seitlich mit festen Elementen geschlossen werden. Vor der Bestellung wird geprüft, ob die ursprüngliche Konstruktion einschließlich Befestigung und Fundament für diesen Ausbau nachgewiesen ist. Das Eigengewicht der Anlage allein ist kein ausreichender Schutz gegen Windsog.

Typische Fehler

Nur auf das Dachgewicht achten oder eine Befestigung ausschließlich nach der Zahl der Schrauben auswählen. Geschlossene Seiten, exponierte Lage und der tatsächliche Befestigungsgrund werden dabei leicht übersehen.

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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