Baustoffe

Was ist Korrosionsschutz?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Definition

Korrosionsschutz umfasst Maßnahmen, die die Schädigung metallischer Bauteile durch ihre Umgebung vermindern. Bei Stahlzäunen sind Verzinkung und zusätzliche Beschichtungen verbreitet; ihre Eignung hängt von System, Ausführung und Standort ab.

Einfache Erklärung

Eine Zinkschicht schützt Stahl; eine zusätzliche geeignete organische Beschichtung auf feuerverzinktem Stahl wird als Duplex-System bezeichnet. Nicht jede graue oder farbige Oberfläche hat denselben Schutzaufbau. Zu unterscheiden sind unter anderem nach der Herstellung verzinkte Bauteile und Bauteile aus zuvor verzinktem Draht oder Blech. Schnitte, Bohrungen, Schweißstellen und Schäden können den Schutz beeinflussen. Die Nachbehandlung richtet sich nach dem konkreten Verfahren und den Herstellerangaben. Feuchtigkeit, salzhaltige Umgebung und konstruktive Details beeinflussen die Beanspruchung. Eine universelle Lebensdauer lässt sich aus dem Wort „verzinkt“ nicht ableiten.

Beispiel aus der Praxis

Ein Zaunangebot nennt nur „verzinkt und anthrazit“. Der Käufer fragt nach Verfahren, Schichtaufbau und Vorgaben für Montagebeschädigungen. Er dokumentiert beschädigte Stellen vor der Abnahme und lässt sie entsprechend den Systemvorgaben behandeln.

Typische Fehler

Farbe mit vollständigem Korrosionsschutz gleichsetzen. Schnittkanten und Kratzer ignorieren oder beliebige Farbe auftragen. Werbeaussagen zur Lebensdauer ohne Standort- und Ausführungsbedingungen übernehmen.

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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