Was bedeutet Fristsetzung bei Baumängeln?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Die Fristsetzung ist die schriftliche Aufforderung an den Bauunternehmer, einen festgestellten Mangel innerhalb einer bestimmten Frist zu beseitigen.
Einfache Erklärung
Die Fristsetzung ist eine zwingende Voraussetzung, bevor der Bauherr weitergehende Rechte (Ersatzvornahme, Minderung, Rücktritt) geltend machen kann. Die Frist muss angemessen sein – zu kurze Fristen sind unwirksam. Das Schreiben muss den Mangel genau beschreiben, eine konkrete Frist nennen und per Einschreiben versendet werden. Nach fruchtlosem Fristablauf kann der Bauherr eine Ersatzfirma beauftragen.
Beispiel aus der Praxis
Mängelanzeige per Einschreiben: 'Sehr geehrte Firma XY, bei der Bauabnahme am 15.3.2026 wurde folgender Mangel festgestellt: Undichter Fensteranschluss im Schlafzimmer (OG, Fenster Nordseite). Wir fordern Sie auf, den Mangel bis zum 15.4.2026 fachgerecht zu beseitigen. Nach fruchtlosem Fristablauf werden wir eine Ersatzvornahme auf Ihre Kosten veranlassen.'
Typische Fehler
Frist nur mündlich oder per E-Mail setzen (Nachweisprobleme). Mangel zu ungenau beschreiben. Unangemessen kurze Frist setzen. Nach Fristablauf nicht handeln.
Häufige Fragen
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