Planung

Was ist ein Bebauungsplan?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Definition

Ein Bebauungsplan (B-Plan) ist ein verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der festlegt, wie Grundstücke in einem bestimmten Gebiet bebaut werden dürfen.

Einfache Erklärung

Der Bebauungsplan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen der Gemeinde (§ 8 BauGB). Für einen qualifizierten Plan bestimmt § 30 Absatz 1 BauGB die Voraussetzungen: Das Vorhaben darf den Festsetzungen nicht widersprechen und die Erschließung muss gesichert sein. Bei einem einfachen Plan gilt ergänzend § 34 oder § 35 BauGB. Bauordnungsrecht und andere öffentlich-rechtliche Anforderungen sind zusätzlich zu prüfen; der Plan ist keine Baugenehmigung.

Beispiel aus der Praxis

Vereinfachtes Rechenbeispiel: 600 m² maßgebende Grundstücksfläche × GRZ 0,3 = 180 m² Grundfläche. Das ist kein pauschales Versiegelungsbudget und keine Zusage einer bestimmten Hausfläche. § 19 BauNVO regelt die maßgebende Fläche und das Mitrechnen von Garagen, Zufahrten, Nebenanlagen und unterirdischen Anlagen sowie mögliche Überschreitungen. Anwendbare Planfassung und weitere Festsetzungen separat prüfen.

Typische Fehler

Häufig unterschätzen Bauherren die Bedeutung des Bebauungsplans und planen ihr Traumhaus, ohne vorher den B-Plan einzusehen. Wenn der Entwurf nicht den Festsetzungen entspricht, muss umgeplant werden.

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

Bau-Lex Wochenbrief

Wissen, was beim Bauen zählt

Ausgewählte Einordnungen, Ratgeber und Werkzeuge einmal pro Woche im Bau-Lex Wochenbrief.

Anmeldung mit Bestätigungs-E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Hinweise in der Datenschutzerklärung.