Zweifach- vs. Dreifachverglasung: Vergleich
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Dreifachverglasung reduziert Wärmeverluste meist stärker, ist aber schwerer und muss zu Rahmen, Wand, Lüftung und Gebäudekonzept passen. Zweifachverglasung kann bei bestimmten Bestands- oder Sonderlösungen sinnvoll sein.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Zweifachverglasung | Dreifachverglasung |
|---|---|---|
| Wärmeschutz | meist geringer | meist höher |
| Gewicht | niedriger | höher |
| Solare Gewinne | produktabhängig, teils höher | produktabhängig |
| Schallschutz | Aufbau entscheidend | Aufbau entscheidend |
| Bestandsrahmen | häufig leichter kompatibel | Eignung prüfen |
| Neubau | objektbezogen | häufige Lösung |
| Kosten | oft niedriger | oft höher |
| Entscheidungswert | Ug und Uw prüfen | Ug und Uw prüfen |
Zweifachverglasung
Vorteile
- Geringeres Scheibengewicht
- Oft niedrigerer Preis
- Bei begrenzter Falztiefe leichter einsetzbar
- Teilweise höhere solare Gewinne
Nachteile
- Meist höherer Wärmeverlust
- Innere Oberfläche im Winter kühler
- Für ambitionierte Neubaukonzepte oft unpassend
Dreifachverglasung
Vorteile
- Meist besserer Wärmeschutz
- Höhere innere Oberflächentemperatur
- Im Neubau weit verbreitet
- Guter Baustein für effiziente Gebäudehüllen
Nachteile
- Höheres Gewicht
- Rahmen und Beschlag müssen passen
- Nicht automatisch besserer Schallschutz
- Gesamtkonzept im Bestand erforderlich
Fazit
Für Neubauten ist Dreifachverglasung häufig die naheliegende Lösung. Im Bestand müssen Wand, Rahmen, Feuchte, Lüftung und energetisches Gesamtkonzept geprüft werden. Vergleichen Sie vollständige Uw-, g- und gegebenenfalls Schallwerte statt nur die Scheibenzahl.