Trittschall vs. Luftschall

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Luftschall entsteht etwa durch Sprache und Musik und regt Bauteile über die Luft an. Trittschall ist durch Begehen angeregter Körperschall, der über Decken und flankierende Bauteile abgestrahlt wird.

Vergleichstabelle

KriteriumLuftschallTrittschall
Typische QuelleSprache, TV, AußenlärmSchritte, Stühlerücken
Anregungüber Luftdirekt in Bauteil
HauptbauteilWand/Decke/FassadeDecke/Boden/Treppe
Kennwertbewertetes Schalldämm-Maßbewerteter Norm-Trittschallpegel
Günstige Richtunghöhere Dämmung besserniedrigerer Pegel besser
SchwachstelleFuge/Tür/Flankestarre Brücke/Rand
MaßnahmeMasse, Schalen, Dichtheitelastische Entkopplung
KontrolleLuftschallmessungTrittschallmessung

Luftschall

Vorteile

  • Durch schwere oder mehrschalige Trennbauteile minderbar
  • Fugen und Türen gezielt verbesserbar
  • Planbare Bauteilkennwerte
  • Quellen räumlich zuordbar

Nachteile

  • Leckagen schwächen stark
  • Flankenübertragung
  • Türen oft Schwachpunkt
  • Tiefe Frequenzen anspruchsvoll

Trittschall

Vorteile

  • Mit schwimmendem Estrich wirksam reduzierbar
  • Elastische Trennung planbar
  • Bodenaufbau gezielt optimierbar
  • Prüfung durch Messung möglich

Nachteile

  • Kleine Schallbrücken kritisch
  • Treppen und Rohre als Nebenwege
  • Nachträgliche Verbesserung aufwendig
  • Nutzergeräusche impulsartig

Fazit

Luftschall und Trittschall brauchen unterschiedliche Primärmaßnahmen, beeinflussen sich aber über gemeinsame Flanken. Die Lösung ist ein vollständiger Bauteil- und Anschlussaufbau, nicht ein einzelnes Dämmprodukt.

Häufige Fragen

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