Satteldach vs. Walmdach

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am

Das Satteldach besitzt zwei Hauptdachflächen und eine klare First-Trauf-Geometrie. Beim Walmdach sind auch die Giebelseiten geneigt. Dadurch ändern sich Tragwerk, Dachfläche, Innenraum und Anschlusszahl.

Vergleichstabelle

KriteriumSatteldachWalmdach
Geometriezwei Flächen, Giebelvier geneigte Seiten
Tragwerkhäufig einfacherGrate und Walme
DachraumGiebel gut nutzbarseitlich stärker eingeschränkt
Dachflächehäufig kleinerhäufig größer
PVgroße zusammenhängende Flächenmehrere Orientierungen
Entwässerungzwei Traufseitenumlaufende Traufen möglich
AnschlüsseOrtgang und FirstGrate und mehrere Flächen
Kostenoft wirtschaftlicheroft höher

Satteldach

Vorteile

  • Einfache klare Geometrie
  • Häufig wirtschaftliche Konstruktion
  • Gut nutzbare Giebelwände
  • Große zusammenhängende PV-Flächen
  • Übersichtliche Entwässerung

Nachteile

  • Giebel stärker bewittert
  • Windangriff an Giebelseiten
  • Gestaltung regional möglicherweise eingeschränkt
  • Dachraum abhängig von Neigung und Kniestock
  • Ortgangdetails erforderlich

Walmdach

Vorteile

  • Geneigte Flächen auf allen Seiten
  • Geschützte Fassaden bei Dachüberstand
  • Ruhige kompakte Erscheinung
  • Günstige aerodynamische Form möglich
  • Keine hohen freien Giebel

Nachteile

  • Mehr Dachfläche und Grate
  • Komplexeres Tragwerk
  • Weniger nutzbarer Dachraum
  • PV-Flächen stärker aufgeteilt
  • Häufig höhere Kosten

Fazit

Das Satteldach ist bei einfacher Geometrie, Dachraumnutzung und PV häufig effizient. Das Walmdach bietet eine allseitig geneigte Form, kostet aber meist mehr Fläche, Tragwerk und Details. Bebauungsplan, Grundriss, Windlage und Energiekonzept entscheiden.

Häufige Fragen

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