Gebundene oder ungebundene Pflasterfuge bei der Sanierung?

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Gebundene und ungebundene Pflasterfugen werden als Bestandteile konkreter geeigneter Gesamtaufbauten verglichen. Die Wahl eines Fugenfüllers allein gibt einen unbekannten vorhandenen Unterbau nicht frei.

Vergleichstabelle

KriteriumBestätigte ungebundene FugenlösungKonkret bestätigte gebundene Fugenlösung
BindungGeeignetes ungebundenes FugenmaterialKonkret benannter gebundener Füller
AufbauPassung zu bestätigter Bettung prüfenSystemanforderungen und Mischbauweise eigens beurteilen
ErgebnisGeeignete Variante vollständig beschreibenNur tatsächlich bestätigte Variante anbieten

Bestätigte ungebundene Fugenlösung

Vorteile

  • Kann passend zum geeigneten ungebundenen Aufbau geplant werden.

Nachteile

  • Benötigt dauerhaft geeignete Fugenfüllung und einen zur Nutzung passenden Aufbau.

Konkret bestätigte gebundene Fugenlösung

Vorteile

  • Erfüllt bei bestätigter Eignung den Wunsch nach einer gebundenen Fuge.

Nachteile

  • Benötigt eigene Aufbauprüfung; Mischbauweisen können Risse und Materialausbrüche verursachen.

Fazit

Materialbindung und vorhandene Bewegungen unterscheiden: Bei einer ungebundenen Fugenfüllung wird geeignetes Material ohne entsprechende Bindemittelbindung verwendet. Ein gebundener Füller hat andere aufbaubezogene Voraussetzungen. KANN weist bei einer festen Fuge auf ungebunden verlegten Platten ausdrücklich auf die Mischbauweise und mögliche Riss- oder Ausbruchfolgen hin. Eine solche Kombination ist deshalb keine allgemeine Sanierungsfreigabe. Zwei bestätigte Aufbauvarianten vergleichen lassen: Die Fachplanung beurteilt Belag, Bettung, Fugen und Wasserführung gemeinsam. Variante A beschreibt eine für den Fall geeignete ungebundene Lösung. Variante B benötigt eine ausdrücklich bestätigte konkrete Lösung mit gebundener Fuge und deren tatsächlichen Anforderungen. Die Entscheidung enthält weder eine Rezeptur noch die Zusage, ein Produkt bleibe auf jedem Altbestand rissfrei. Redaktionelles Beispiel: Eine Terrasse soll neu verfugt werden, der bisherige Aufbau ist zunächst nur teilweise bekannt. Vor dem Variantenvergleich wird der Bestand geklärt. Der Betrieb beschreibt anschließend die geeignete ungebundene Variante und prüft, ob eine konkret benannte gebundene Lösung überhaupt bestätigt werden kann. Ein bloßer Wunsch nach fester Fuge ersetzt diese zweite Bestätigung nicht.

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Aufbau und mögliche Bewegungen müssen zu der konkreten Lösung passen.

Materialeindruck und fachliche Eignung des Gesamtaufbaus sind unterschiedliche Fragen.