CM- oder KRL-Messung: Estrichfeuchte richtig zuordnen
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am
CM- und KRL-Messung beschreiben unterschiedliche Feuchtegrößen und brauchen einen definierten Prüfzweck. Ihre Prozentangaben dürfen nicht als derselbe Messwert behandelt werden.
Vergleichstabelle
| Kriterium | CM-Messung | KRL-Messung |
|---|---|---|
| Messgröße | Verfahrensbezogene CM-Angabe | Relative Feuchte im KRL-Verfahren |
| Beurteilung | Passende Grundlage für Material und System | Passende Grundlage für Material und System |
| Dokumentation | Verfahren, Ort und Zustand zuordnen | Verfahren, Probe und Zustand zuordnen |
CM-Messung
Vorteile
- Liefert bei geeigneter Anwendung eine definierte CM-Feuchteangabe.
Nachteile
- Der Wert ist ohne Material- und Verfahrensbezug keine allgemeine Belagsfreigabe.
KRL-Messung
Vorteile
- Liefert bei geeigneter Anwendung eine auf die Probe bezogene relative Feuchteangabe.
Nachteile
- Der Wert kann nicht einfach mit einem CM-Grenzwert beurteilt werden.
Fazit
Die Aussage des Verfahrens unterscheiden: Die CM-Methode und die KRL-Methode haben unterschiedliche Messprinzipien. Bei KRL wird die relative Luftfeuchte im Zusammenhang mit einer Materialprobe beurteilt; CM liefert eine anders definierte Feuchteangabe. TKB 8, 16 und 18 erläutern diesen Unterschied. Eine allgemeine Umrechnung oder die Übernahme eines Grenzwerts des jeweils anderen Verfahrens wird hier nicht angeboten. Das Protokoll an den Belagsauftrag binden: Vereinbaren Sie mit den zuständigen Fachleuten, welches Verfahren für den konkreten Estrich, das vorgesehene System und die benötigte Aussage anzuwenden ist. Ein brauchbares Ergebnis ordnet Messstelle, Material, Zeitpunkt, Verfahren und Beurteilungsgrundlage zu. Feuchtemessung allein ist keine vollständige Prüfung aller Voraussetzungen für einen neuen Belag. Die fachliche Probenahme und Messdurchführung werden nicht als Eigenleistung angeleitet. Redaktionelles Beispiel: Zwei Unterlagen nennen Prozentwerte für denselben Raum. Eine bezeichnet CM, die andere KRL. Der Auftraggeber fordert keine rechnerische Angleichung, sondern die jeweilige Verfahrens- und Materialzuordnung sowie die für den geplanten Boden verwendete Beurteilungsgrundlage. Bis diese Angaben vorliegen, wird aus dem Zahlenvergleich keine Verlegefreigabe abgeleitet.
Quellen und redaktioneller Stand
Quellenstand redaktionell abgeglichen am .
- TKB 8: Beurteilen und Vorbereiten von Untergründen – S. 7–11, 13–14: bestehende Schichten, Zustand, Fugen, Vorbereitung und Holzuntergründe. (Stand 2026-10-28)
- TKB 16: CM-Messung – S. 3: Zweck und Grenzen der Methode als Teil der Belegreifebeurteilung. (Stand 2026-10-28)
- TKB 18: KRL-Methode – S. 2–3: Messgröße, relative Feuchte und Abgrenzung zur CM-Angabe. (Stand 2026-10-28)
Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.