Ratgeber
Starkregenkarte lesen: Szenario, Kartenstand und Grundstück
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am
Ein Kartenausschnitt kann auf Gefahren aufmerksam machen, bestätigt aber noch keine geeignete Türschwelle oder sichere Grundstücksplanung. Entscheidend sind Kartentyp, Szenario und die Grenzen der Daten.
Den Kartentyp vor dem Farbwert bestimmen
Die BKG-Beschreibung nennt generalisierte Annahmen und vergleichbare Szenarien für die Erstinformation. Sie grenzt die Hinweiskarte ausdrücklich von einer metergenauen Gefahrenbewertung und Maßnahmenplanung ab. Kommunale Karten können detaillierter an örtliche Verhältnisse angepasst sein. Schreiben Sie deshalb den vollständigen Kartennamen auf, statt zwei Ausschnitte aufgrund ähnlicher Farben gleichzusetzen. Eine bestimmte verfügbare Landesabdeckung wird hier nicht zugesagt.
Szenario, Größe und Legende gemeinsam lesen
Dokumentieren Sie, ob der Ausschnitt Wassertiefe, Fließgeschwindigkeit oder eine andere Größe zeigt. Übernehmen Sie die Erklärung der tatsächlichen Legende, nicht die einer anderen Karte. Halten Sie auch das ausgewählte Szenario fest. Zwei unterschiedliche Szenarien sind keine widersprüchlichen Messungen am Grundstück. Für Detailfragen bleibt die herausgebende Stelle oder die zuständige Planung zuständig; die Seite legt keine eigenen Schwellenwerte fest.
Den Kartenstand mit dem heutigen Gelände abgleichen
Notieren Sie Veränderungen, die im Ausschnitt möglicherweise fehlen: Neubau, neue Mauer oder geänderte Zufahrt. Die LUBW weist für Baden-Württemberg darauf hin, dass Eingangskennwerte nach Neubebauung veraltet sein können. Dieses Modellbeispiel macht die Aktualitätsfrage sichtbar, ersetzt aber keine erneute Modellierung. Eine selbst ergänzte Skizze wird als Frageblatt geführt und nicht als amtlich aktualisierte Gefahrenkarte bezeichnet.
Fiktives Beispiel: neue Mauer im älteren Ausschnitt
Eine erfundene Familie erkennt ihr Grundstück in einer älteren Kartendarstellung, die neu gebaute Gartenmauer jedoch nicht. Sie kennzeichnet Kartenstand und Änderung und fragt die Planung nach der möglichen Wirkung auf die tatsächlichen Wasserwege. Sie erhöht nicht allein aus der Kartenfarbe eine Schwelle und leitet kein Wasser zum Nachbarn um. Das Beispiel liefert keinen berechneten Wasserstand.
Aus der Karte konkrete Objektfragen machen
Verknüpfen Sie markierte Bereiche mit Fragen zu Türen, Kellerabgängen, Lichtschächten und den tatsächlichen Höhen. Übergabe sind Ausschnitt, Legende, Szenario und Änderungsnotizen gemeinsam. Rückstau aus Leitungen bleibt eine eigene Prüfung. Der Kartenabgleich erteilt weder Bau- noch Versicherungsfreigabe und beschreibt keine Maßnahmen während eines laufenden Überflutungsereignisses.
Karten-Fragenblatt
| Teil | Festhalten | Nicht daraus ableiten |
|---|---|---|
| Herkunft | Kartentyp und Herausgeber | Alle Karten gleich |
| Darstellung | Größe und Legende | Farbe ist Baumaß |
| Szenario | Ausgewählter Regenfall | Tatsächliche Messung |
| Stand | Daten und Änderungen | Heutiges Gelände bestätigt |
| Objekt | Offene Höhen-/Wasserfragen | Sicherheitszusage |
Häufige Fragen
Nein. Das BKG grenzt die Hinweiskarte ausdrücklich von dieser Anwendung ab.
Nicht automatisch. Zuerst Größe, Legende, Szenario und Datenstand vergleichen.
Eine solche Zusage folgt nicht aus der Darstellung; die tatsächliche Objektsituation bleibt zu prüfen.
Quellen und redaktioneller Stand
Quellenstand redaktionell abgeglichen am .
- BKG: Hinweiskarte Starkregengefahren – Zielsetzung und Karteninformationen: generalisierte Szenarien, Erstinformation statt metergenauer Gefahren-/Maßnahmenplanung (Stand 2026-10-14)
- LUBW: Starkregenrisikomanagement – Kommunale Gefährdungserkundung; Eingangskennwerte können nach Neubebauung veraltet sein (Stand 2026-10-14)
Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.
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