Ratgeber

Photovoltaik im Hausbau: Solarstrom für Ihr Eigenheim

Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Aktualisiert am

Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach macht Sie zum Stromproduzenten. Sie senkt die Energiekosten, steigert den Wert Ihrer Immobilie und ist gut fürs Klima. Erfahren Sie alles über Planung, Kosten und Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage für Ihren Neubau.

Auf einen Blick

Dimensionierung
Dachfläche und Zukunftsverbrauch
Ertrag
standortbezogen simulieren
Schnittstellen
Dach, Elektro und Netz
Registrierung
MaStR innerhalb eines Monats

Wie funktioniert Photovoltaik?

Solarzellen wandeln Sonnenlicht direkt in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter wandelt diesen in Wechselstrom für den Haushalt. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist (Vergütung nach EEG) oder in einem Batteriespeicher gespeichert. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland ca. 9.000–11.000 kWh pro Jahr.

Planung der PV-Anlage

Ausrichtung und Neigung beeinflussen Ertrag und Tagesprofil, aber eine pauschale Ideallage ersetzt keine Simulation. Belegen Sie geeignete Flächen möglichst zusammenhängend und berücksichtigen Sie Gauben, Schornsteine, Absturzwege, Schnee, Wind und künftige Verschattung.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Vergleichen Sie vollständige Angebote pro Anlage, nicht nur Modul- oder kWp-Preise. Eigenverbrauch, Einspeisung, Finanzierung, Wartung, Wechselrichtertausch und mögliche Abregelung gehören in mehrere Szenarien. Vergütungssätze und Strompreise sind zeitabhängig und werden im Rechner deshalb als Eingabe behandelt.

Batteriespeicher: Sinnvoll oder nicht?

Ein Speicher verschiebt Solarstrom in andere Stunden, erzeugt aber keinen zusätzlichen Strom. Dimensionieren Sie ihn anhand von Lastprofil, PV-Erzeugung, nutzbarer Kapazität, Ladeleistung und Ersatzstromwunsch. Ein größerer Speicher erhöht nicht automatisch die Wirtschaftlichkeit.

PV-Anlage und Wärmepumpe kombinieren

Die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe ist ideal: Der selbst erzeugte Solarstrom treibt die Wärmepumpe an und senkt die Heizkosten weiter. Mit einem Wärmepumpentarif zahlen Sie für Netzstrom oft nur 20–25 Cent/kWh. Im Sommer läuft die Wärmepumpe für Warmwasser fast ausschließlich mit Solarstrom.

Steuerliche Vorteile und Förderung

Steuerrecht, Einspeisevergütung und Förderprogramme können sich ändern. Prüfen Sie die konkrete Anlage und den Inbetriebnahmetermin bei Finanzverwaltung, Netzbetreiber und offiziellen Förderstellen, bevor Sie einen Vertrag auf Annahmen aufbauen.

Dach, Statik und Montagesystem koordinieren

Dachdeckung, Tragfähigkeit, Befestigung, Wind- und Schneelasten, Brandschutz, Entwässerung und Wartungswege werden vor Belegung geprüft. Die erwartete Dachlebensdauer sollte zur langfristig betriebenen Anlage passen.

Netzanschluss, Inbetriebnahme und Registrierung

Netzbetreiberprozess, Zähler- und Messkonzept sowie elektrische Schutztechnik beginnen vor Montage. Nach Inbetriebnahme müssen Betreiber und Anlage nach Angaben der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister registriert werden.

Kostenübersicht

PV-Anlage 10 kWp: 12.000–16.000 €. Batteriespeicher 10 kWh: 5.000–10.000 €. Jährliche Ersparnis: 1.200–2.500 €. Amortisation: 8–12 Jahre. Lebensdauer: 25–30 Jahre.

Kosten individuell berechnen

Nutzen Sie unsere kostenlosen Online-Rechner für eine präzise Kalkulation Ihres Bauvorhabens:

Häufige Fragen

Quellen und redaktioneller Stand

Quellenstand redaktionell abgeglichen am .

Die Angaben dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Planungs- oder Statikberatung.

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