Was ist eine Bauzeitenverzögerung?
Redaktion: Daniel von Bau-Lex · Veröffentlicht am
Definition
Eine Bauzeitenverzögerung liegt vor, wenn der vereinbarte Fertigstellungstermin nicht eingehalten wird und sich die Bauzeit über den geplanten Zeitraum hinaus verlängert.
Einfache Erklärung
Bauzeitenverzögerungen können verschiedene Ursachen haben: Schlechtwetter, Materialengpässe, Insolvenz von Nachunternehmern, Planungsänderungen durch den Bauherrn oder mangelhafte Koordination. Wenn der Bauvertrag einen verbindlichen Fertigstellungstermin enthält, gerät der Unternehmer bei Überschreitung in Verzug. Der Bauherr hat dann Anspruch auf Schadensersatz (z. B. doppelte Miete) und ggf. Vertragsstrafe.
Beispiel aus der Praxis
Der Bauvertrag sieht die Übergabe am 1.6.2026 vor. Tatsächlich wird das Haus erst am 1.9.2026 übergeben – 3 Monate Verzug. Die Familie muss 3 Monate länger Miete zahlen (3.600 Euro). Sie fordert diesen Betrag als Schadensersatz und zusätzlich die vereinbarte Vertragsstrafe von 0,2 % pro Werktag.
Typische Fehler
Keinen verbindlichen Fertigstellungstermin im Vertrag vereinbaren. Verzug nicht schriftlich anmahnen. Eigene Verzögerungen verursachen (z. B. verspätete Materialauswahl). Die Behinderungsanzeige des Unternehmers ignorieren.
Häufige Fragen
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